Nachruf auf Hermann Frank Meyer

Gehalten während der Kundgebung zur Denkmalsenthüllung in Mittenwald, 30. Mai 2009

Es ist Pfingsten 2005 gewesen, als wir mit einer Gruppe hier in Mittenwald nach dem Kameradenauftrieb oben auf dem Hohen Brendten zur Mittagszeit um die Kneipen zogen. Wir wiesen die Gebirgsjäger-Freunde darauf hin, das sich auch ihre Altvorderen während des zweiten Weltkrieges noch stets nach der Verrichtung ihres mühevollen Handwerkes mit einem leckeren Imbiss gestärkt haben, z.B. mit Apfelkompott. So zum Beispiel am Montag, den 16. August 1943. Unter der Führung von Major Reinhold Klebe waren in den frühen Morgenstunden 120 Angehörige der 12. Kompanie 98 Gebirgsjägerregiment „feldmarschmäßig“ ausgerüstet, in das nordgriechische Dorf Kommeno eingedrungen. Als Grund für ihr Vorgehen sollte MG-Schütze Anton Ziegler in einem Gespräch Ende der 90er Jahre sagen: „Unsere Kompanie wurde in unserem Lager zusammengerufen und unser Kompanieführer Willy Röser erläuterte uns den Einsatz für die Vergeltungsaktion am nächsten Morgen. In dem Dorf sei auf unseren Regimentskommandeur geschossen worden, und dafür muß das Dorf büßen. Salminger hat das gesagt. Den Ort, den wir zu säubern hätten, sei bandenverseucht. Ja, und dann hat man uns noch gesagt, dass wir alle niedermachen sollten, auch weil die Engländer Köln bombardiert hätten. Viele unschuldige Frauen und Kinder sollen bei diesen Bombardements ums Leben gekommen sein.“ (Meyer, Kommeno S. 60) Nachruf auf Hermann Frank Meyer weiterlesen