Ich will nicht über Kriegsverbrechen reden, wenn ich der Gebirgsjäger gedenke

Unter der Überschrift „Harte Kerle auf gefährlichem Terrain“ erschien heute in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel vom Frederik Obermaier . Der Zeitungsbericht beschäftigt sich unter anderem mit der rechten Traditionspflege in Bad Reichenhall und unser Protest. Wörtlich heißt es:

Schon seit Monaten fordern pazifistische, linke sowie autonome Gruppierungen die „Entnazifizierung und Entmilitarisierung“ Bad Reichenhalls. Etwa 200 Menschen marschierten im Mai durch die Kurstadt, sie demonstrierten gegen „rechte Traditionspflege, Nazis und den militaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand“. Grund dafür: Die Reichenhaller Ortsgruppe des Kameradenkreises der Gebirgsjäger veranstaltet jährlich das sogenannte Kreta-Gedenken.

Die Kameraden treffen sich dafür an einer Brücke über die Saalach, nicht weit von der Kaserne entfernt, an einem Gedenkstein. Er erinnert an die 248 Reichenhaller Gebirgsjäger, die 1941 bei der Eroberung Kretas starben. Die Brücke selbst hat Reichenhalls Stadtrat in den 60er Jahren „Kreta-Brücke“ taufen lassen. Auf und vor Kreta starben jedoch nicht nur besonders viele Soldaten aus Reichenhall, bei Massakern der Gebirgsjäger auf der Insel starben auch Hunderte Einheimische. Für den Vorsitzenden des örtlichen Kameradenkreises, Manfred Held, sind sie kein Thema: „Ich will nicht über Kriegsverbrechen reden, wenn ich der Gebirgsjäger gedenke.“

Der komplette Artikel ist unter: http://www.sueddeutsche.de/bayern/gebirgsjaeger-auf-identitaetssuche-harte-kerle-auf-gefaehrlichem-terrain-1.1121843 zu finden.