Jahrestag des Amoklauf von Bad Reichenhall

Heute jährt sich zum zwölften mal der Amoklauf von Bad Reichenhall. Der 16-jährige Schlosserlehrling Martin P. schoss am 1. November 1999 scheinbar wahllos auf Menschen. Vier Menschen starben – mehrere wurden verletzt. Die Waffe für die Tat entnahm er „offenbar ohne größere Probleme den Waffenschrank seines Vaters, eines leidenschaftlichen Sportschützen“ (…)und(…) „ehemaligen Bundeswehrsoldaten“ . Der Vater verpflichtete „sich Mitte der siebziger Jahre für zwölf Jahre bei der Bundeswehr (….)“ und war dort als Unteroffizier in „ der Artilleriekaserne Bad Reichenhall“. Wir möchten an dieser Stelle die, in Bad Reichenhall wenig thematisierte,  rechte Einstellung des Täters in Erinnerung rufen und zitieren aus dem SPIEGEL 45/1999:

„Die Kripo interessiert, wie die Eltern dazu stehen, dass die Zimmer ihrer Kinder voll von NS-Devotionalien waren. Unter anderem hing in Danielas Zimmer ein Hitlerbild, Martin hatte am Kopfende seines Bettes ein Hakenkreuz an die Wand gemalt. Daneben wurden in der ganzen Wohnung Musik-CDs mit rechtsradikalen Liedern sowie Gewaltvideos gefunden.“