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Nikolaos Marinakis und Aristomenis Syngelakis (mit Vorschlaghammer) installieren eine symbolische Gedenktafel für die Kriegsverbrechen Reichenhaller Gebirgsjäger vor dem Kreta-Gedenkstein in Bad Reichenhall. Im Hintergrund: Ein Kranz des AK Angreifbare Traditionspflege mit einer Meter langen Schleife, auf der die Orte von Massakern der deutschen Gebirgstruppe aufgeführt sind.

Das Bild entstand im Rahmen der antifaschistischen Demonstration am 14.Mai 2016 in Bad Reichenhall. Marinakis stammt aus Skines und überlebte das Massaker des Gebirgsjägerregiment 100 aus Reichenhall als 16-Jähriger. Syngelakis stammt aus Vianos (Kreta), viele seiner Familienangehörigen konnte er nie kennen lernen, weil sie durch Nazis ermordet wurden.

Am 20.Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht die griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9.Mai 1945 besetzt und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen.
Über 3.500 Zivilist_innen wurden als angebliche Partisan_innen und deren Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstört.
Bad Reichenhaller Gebirgsjäger waren an diesen Gräueltaten und Massakern beteiligt. Beispielsweise ist die Zerstörung der Ortschaft Skines und die Erschießung von 148 kretischen Zivilist_innen am 1.August 1941 eindeutig den Gebirgsjägern der 5.Division nachzuweisen.

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