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Grenzgänger am rechten Rand

In dem Artikel „Grenzgänger am rechten Rand: Information als Waffe“ aus den antifaschistische nachrichten (Nummer 23 / 2004) wird u.a. die rechtskonservative Vierteljahreszeitschrift Epoche aus Bad Reichenhall erwähnt. Wörtlich heißt es:

Die rechtskonservative Vierteljahreszeitschrift «Epoche» erschien von Januar 1977 bis Juli 2001 mit 149 Ausgaben. Aufgrund von finanziellen Unregelmäßigkeiten des als Förderverein konzipierten «Verbandes für Publizistik und Jugendbildung Epoche e. V.» mit Sitz in Bad Reichenhall gerit das Magazin in die Kriese und wurde eingestellt. Über Jahre hatte Karl Ludwig B., der Vereinsvorsitzende, in die Vereinskasse gegriffen. Die Zweite Strafkammer am Landgericht Traunstein verurteilte den Herausgeber der Epoche im Juli 2003 zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft. Insgesamt 766 Fälle von Untreue am Vereinsvermögen (410.000 Euro), Steuerhinterziehung in Höhe von 405.000 Euro sowie 1.105 Fälle zu Unrecht ausgestellter Spendenquittungen (Gesamtschaden 825.000 Euro) wurden dem rechten Saubermann angekreidet. Seitdem hat der Förderverein seine Adresse nach Österreich verlegt und alle öffentlich wahrnehmbare Aktivitäten zurückgefahren. Möglicher Weise soll das traditionsreiche Sprachrohr des marktradikalen Konservatismus, dessen erklärtes Ziel der publizistische Austausch der extremen Rechten innerhalb und außerhalb der Union war, zu einem späteren Zeitpunkt wiederbelebt werden. (siehe Wolfram Siede: Aus für deutschen Sonderweg, in antifa Oktober, November 2003)

Quelle: http://www.antifaschistische-nachrichten.de/2004/23/kalina.shtml

Gibt es ein Leben rechts der CSU?

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Artikel „Gibt es ein Leben rechts der CSU?“ von Marco Kuhn aus der Rumzeit Nr. 13 (Februar 2002):

Gibt es ein Leben rechts der CSU?

„Danke, dass Sie mich nach wie vor als Ihren Schirmherrn die Umweltseiten in Ihrem wichtigen Kompendium zur Zeitgeschichte begleiten lassen. Solche Zusammenarbeit macht Freude! Herzlichen Dank“.

Dieses Zitat entstammt einem Brief des CSU-Generalsekretärs Thomas Goppel an den Herausgeber der Vierteljahreszeitung „Epoche“. Bei dem „wichtigen Kompendium“ handelt es sich um eine rechtskonservative Scharniergazette, die in der (Schwarz-)Braunzone zwischen CSU/CDUlerInnen und RechtsextremistInnen angesiedelt ist. Herausgegeben wird sie von dem in Bad Reichenhall ansässigen „Verband für Publizistik und Jugendbildung Epoche e.V.“. Der gemeinnützige Verein definiert sich selbst als „christlich-konservative-freiheitliche Denkfabrik“. In einer Selbstdarstellung wird als Ziel genannt, „Jugend- und Schülerzeitungen, Jugendgruppen und nicht-linke Studentenorganisationen mit Argumenten und Ideen auszustatten“. Gibt es ein Leben rechts der CSU? weiterlesen

Der Martin war immer nett

„Der Amoklauf eines 16-Jährigen in Bad Reichenhall schockt die Republik. Experten rätseln über die Ursachen: War der Täter ein Neonazi – oder einfach nur lebensmüde?“ so beginnt der Artikel „Der Martin war immer nett“ von Krach, Wolfgang im Spiegel 45/1999. Darin heißt es unter anderem :. „Die Kripo interessiert, wie die Eltern dazu stehen, dass die Zimmer ihrer Kinder voll von NS-Devotionalien waren. Unter anderem hing in Danielas Zimmer ein Hitlerbild, Martin hatte am Kopfende seines Bettes ein Hakenkreuz an die Wand gemalt. Daneben wurden in der ganzen Wohnung Musik-CDs mit rechtsradikalen Liedern sowie Gewaltvideos gefunden.“

Der ganze Artikel kann kostenlos im Spiegel-Heftarchiv nachgelesen werden:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15045612.html