Archiv der Kategorie: Bundeswehr

Reichsadler an Bad Reichenhaller Kaserne

Pressemitteilung zur aktuellen Debatte um die Wehrmachtserinnerungen in der Bundeswehr:

In Bad Reichenhall ist die Wehrmachtserinnerungen in der Bundeswehr ganz offensichtlich: Immer noch prägen ein nationalsozialistisches Landser-Gemälde und ein Reichsadler das Bild der örtlichen Kaserne1. Lediglich das Hakenkreuz in den Krallen des Reichsadlers wurde durch ein Edelweiß ausgetauscht.

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Protest gegen Kameradschaftsabend und Brendten- Feier

Am Samstag ist der antifaschistische Aktionstag mit Hearing und Demo in Bad Reichenhall. Bereits im Vorfeld gab es antifaschistische Aktionen. So besuchten heute (Freitag)  Antifaschist*innen die Brendten- Feier Gedenkfeier des Kameradenkreises auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald. Unfreiwillig wurden die Teilnehmer*innen der „Gedenkfeier“ an die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger erinnert. Während der Hauptrede legten Antifaschist*innen vor dem „Ehrenmal“ einen Kranz, mit einer mehreren Meter langen Binde nieder.

mittenwald

(Bild: Antifaschist*innen legen Kranz am Hohen Brendten nieder)

Die Binde trug die Aufschrift:

Wir trauern um die Opfer der deutschen Gebirgstruppe

Im 2. Weltkrieg haben die Gebirgsjäger Überall in Europa Kriegsverbrechen begangen

Es wurden Zivilisten und Gefangene ermordet und zahlreiche Dörfer zerstört.

Dem folgte auf mehreren Metern die Aufzählung durch deutsche Gebirgsjäger zerstörter Dörfer und die Zahlen der ermordeten Zivilisten

Kranz

(Bild: Der niedergelegte Kranz)

Bereits am Donnerstag protestierten Antifaschist*innen vor der Bad Reichenhaller gegen das Treffen (Kameradschaftsabend) der Kameradschaft Bad Reichenhall im Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. (Presse: http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/2072275_US-Army-hilf-uns…-Linke-demonstrieren-vor-Kaserne.html)

Screenshot heimatzeitung

(Bild: Screenshot von: http://www.heimatzeitung.de)

 

 

 

 

 

 

 

(Bild: Der niedergelegte Kranz)

Es begann bei (k)einem Schweinebraten..

»Von Mittenwald nach Bad Reichenhall« lautete der Untertitel des Aufrufs 2011. Bezugspunkt dabei war die Kampagne gegen die Brendtenfeier des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, durchgeführt durch den Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege.

Der erste Besuch am Rand der Brendtenfeier datiert dabei auf das Jahr 2002: Beim traditionellen Schweinebratenessen wurden die anwesenden Gebirgstrüppler dazu aufgefordert, eine Schweigeminute für die Opfer ihrer Kriegsverbrechen abzuhalten. Wir dokumentieren einen Bericht aus dem Jahr 2003 zitiert nach nadir.org.
Einiges hat sich in Mittenwald seitdem geändert – zum Beispiel die Speisevorlieben: Statt Schweinebraten verzehrt die Truppe lieber rohe Leber. 2016 wird die Brendtenfeier übrigens am Freitag, 13.Mai, in Mittenwald abgehalten.

Mein Opa ist Kriegsverbrecher und wohnt in Mittenwald

Nach Presseangaben besuchte am 18. Mai 2002 eine Zahl von 56 Autonomen aus Köln in der Kneipe Postkeller das fünfzig lange Jahre ungestörte Kameradschaftstreffen der Gebirgsjäger. Ohne größere Behinderungen gelangten sie über eine Treppe und in einem kommunistischen Sinne vorbei an einem Eintrittstisch in den mit ca. 200 Gebirgsjägern, Bundeswehrsoldaten und ihren Angehörigen voll besetzten Kneipensaal. Es begann bei (k)einem Schweinebraten.. weiterlesen

General-Konrad-Kaserne wird umbenannt

Bad Reichenhall General-Konrad-Kaserne wird umbenannt – Bürgermeister soll sich vom Kameradenkreis distanzieren

Die „General-Konrad-Kaserne wird umbenannt“, dass berichtet die „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens am Freitag den 20.04.20121. Dem Bericht zufolge habe das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, die General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall noch im Laufe dieses Jahres umbenennen zu wollen. Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU) bestätigte in dem TV-Bericht diese Meldung. Wörtlich sagte er: „Es ist in der Tat richtig, dass der bisherige Name der General Konrad Kaserne umbenannt werden soll. Das ist jetzt ein Thema, das man angehen kann, weil jetzt erst klar ist, dass die Kaserne überhaupt weiterhin besteht“. Zum möglichen neuen Namen wollte sich Schmidt laut Süddeutscher Zeitung2 nicht äußern.

Nachdem der Nazigeneral Konrad auch für das Bundesverteidigungsministerium untragbar geworden ist, sieht das RABATZ-Bündnis nun auch Bad Reichenhalls Bürgermeister Herbert Lackner (CSU) in der Pflicht. Er solle sich von dem von General Konrad gegründeten Kameradenkreis der Gebirgstruppe distanzieren, so Anna Jade eine Sprecherin des Bündnisses. Dieser von Kritikern als „Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern3 bezeichnete Kameradenkreis organisiert jährlich im Mai in Bad Reichenhall eine sogenannte „Kreta Gedenkfeier“. Dazu Anna Jade wörtlich: „Es ist ein Skandal, dass ein demokratischer Bürgermeister bei einer solch geschichtsrevisionistischen Gedenkfeier, bei der die Täter_innen zu Opfern und Held_innen verklärt werden, teilnimmt“. General-Konrad-Kaserne wird umbenannt weiterlesen

Sa 19.05.2012 Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls

Auch nach unserer Demonstration im vergangenen Jahr haben sich die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall wenig verändert. Deshalb wird es am Samstag den 19.05.2012 unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht #2 – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ auch in diesem Jahr ein antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall geben. Hier der Aufruf des RABATZ_Bündnis zur Demonstration: Sa 19.05.2012 Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls weiterlesen

Kasernenumbenennung kann nur ein erster Schritt sein

Der in den Medien [1] diskutierte Vorschlag der “Initiative gegen falsche Glorie“, die nach dem dem Nazigeneral Konrad („Schlächter von der Krim“ [2]) benannte Bad Reichenhaller Kaserne endlich umzubenennen, wird vom Rabatz Bündnis begrüßt. Das Bündnis hatte in der Vergangenheit mehrfach auf die skandalöse Namensgebung und rechte Traditionspflege hingewiesen [3]. Kasernenumbenennung kann nur ein erster Schritt sein weiterlesen

Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall

Heute vor 70 Jahren, am 13. April 1942, wurde Anton Schmid in Wilna hingerichtet. Wir verlinken deshalb, an dieser Stelle zu einer Pressemitteilung der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V . Außerdem dokumentieren wir im folgenden  die Pressemitteilung der Initiative gegen falsche Glorie ( Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall in „Feldwebel-Schmid-Kaserne“ ) vom 3. April 2012:

Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall in „Feldwebel-Schmid-Kaserne“

Vor nunmehr 70 Jahren, am 13. April 1942, wurde der Judenretter Feldwebel Anton Schmid in Litauen hingerichtet. Nur eine Woche später jubelte General Konrad über das „Feldherrngenie des Führers“. Seit Juni 1965 ist Konrad traditionswürdiges Vorbild. Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall weiterlesen

Neue Debatte um Konrad-Kaserne

Unter dem Titel „Neue Debatte um Konrad-Kaserne“ berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Diskussion um den Namensgeber der Bad Reichenhaller Skandalkaserne. Bekanntlich ist die örtliche Kaserne ist weiterhin nach dem „Schlächter von der Krim“, dem Nazigeneral Konrad benannt. In dem Artikel der SZ heißt es wörtlich.:

 „Die ‚Initiative gegen falsche Glorie‘ schlägt nun vor, die Kaserne künftig nach Feldwebel Anton Schmid zu benennen, der im Laufe des Zweiten Weltkriegs Hunderte von Juden aus dem Ghetto in Wilna gerettet hatte. Am 13. April 1942, vor 70 Jahren, wurde er dafür hingerichtet. ‚Die Benennung nach Anton Schmid würde weltweit als positives Zeichen wahrgenommen‘, sagt der Historiker Wolfram Wette, der die Initiative unterstützt.

General Rudolf Konrad, der bisherige Namensgeber der Reichenhaller Gebirgsjäger-Kaserne, gilt hingegen als bekennender Antisemit und fanatischer Gefolgsmann Hitlers. Er soll auf der Jagd nach Partisanen ganze Ortschaften zerstört haben. Nicht minder fraglich waren seine politischen Äußerungen. Es sei Hitlers Verdienst gewesen, ‚das Eindringen der bolschewistischen Horden nach Europa im richtigen Augenblick zu erkennen und den Stoß blitzschnell zu parieren‘, wird Konrad zitiert.“ Neue Debatte um Konrad-Kaserne weiterlesen

Friede, Freude, deutscher Eintopf – Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest

Vor wenigen Monaten erschien im Mandelbaum Verlag das Buch „Friede, Freude, deutscher Eintopf – Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest“ Die Beiträge zu Geschichtspolitik und Erinnerungskultur fokussieren auf die spezifische Situation in Kärnten/Koroska und das umstrittene Ulrichsbergtreffen, eines der größten Treffen von Veteranen der nationalsozialistischen Wehrmacht und (Waffen-)SS in Europa. Ausgehend davon werden unterschiedliche Facetten des österreichischen Umgangs mit der jüngeren Geschichte sichtbar gemacht. Ausgehend davon werden unterschiedliche Facetten des österreichischen Umgangs mit der jüngeren Geschichte sichtbar gemacht. Wir zitieren aus der Buchankündigung: Friede, Freude, deutscher Eintopf – Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest weiterlesen