Archiv der Kategorie: Kreta

Brückenumbenennung gefordert

Zum 70. Jahrestag der deutschen Invasion auf Kreta, wollen am kommenden Samstag (21.05.2011) Antifaschist_innen in Bad Reichenhall gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den millitaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand demonstrieren. In einer Presseerklärung fordert das Rabatz-Bündnis nun auch die Umbenennung der Kreta-Brücke in Winkler-Reischl-Brücke. Brückenumbenennung gefordert weiterlesen

Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls – Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am Sa. 21.05.2011

Am 20. Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht (u.a. „Gebirgsjäger“ aus Bad Reichenhall) die griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9. Mai 1945 besetzt und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen. Über 3500 Zivilist_innen wurden als Partisan_innen und deren Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstörte. Zum 70. Jahrestag der deutschen Invasion auf Kreta rufen wir dazu auf, am Sa, 21.05.2011 in Bad Reichenhall gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den millitaristischen, nationalistischen deutschen Normalzustand zu demonstrieren. Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls – Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am Sa. 21.05.2011 weiterlesen

KASERNE BAD REICHENHALL

„Demokraten sind peinlich berührt, wie die Deutsche Bundeswehr sogenannte „Tradition“ pflegt. Direkt an der Grenze zu Salzburg in Bad Reichenhall ist eine Kaserne nach Hitlers General Rudolf Konrad benannt. Dieser ist wegen schmutziger Kriegsführung in Zusammenarbeit mit der SS – unter anderem auf Kreta – international bekannt.“ so beginnt der Artikel“ SCHMUTZIGER KRIEG UNTER DEM EDELWEIS“des im Czernin Verlag erschienenen Buch „Im Schatten der Mozartkugel. Reiseführer durch die braune Topografie von Salzburg“ von Susanne Rolinek, Gerald Lehner und Christian Strasser.

Wir dokumentieren hier Auszüge aus der onlineversion des Buches: KASERNE BAD REICHENHALL weiterlesen

Nachruf auf Hermann Frank Meyer

Gehalten während der Kundgebung zur Denkmalsenthüllung in Mittenwald, 30. Mai 2009

Es ist Pfingsten 2005 gewesen, als wir mit einer Gruppe hier in Mittenwald nach dem Kameradenauftrieb oben auf dem Hohen Brendten zur Mittagszeit um die Kneipen zogen. Wir wiesen die Gebirgsjäger-Freunde darauf hin, das sich auch ihre Altvorderen während des zweiten Weltkrieges noch stets nach der Verrichtung ihres mühevollen Handwerkes mit einem leckeren Imbiss gestärkt haben, z.B. mit Apfelkompott. So zum Beispiel am Montag, den 16. August 1943. Unter der Führung von Major Reinhold Klebe waren in den frühen Morgenstunden 120 Angehörige der 12. Kompanie 98 Gebirgsjägerregiment „feldmarschmäßig“ ausgerüstet, in das nordgriechische Dorf Kommeno eingedrungen. Als Grund für ihr Vorgehen sollte MG-Schütze Anton Ziegler in einem Gespräch Ende der 90er Jahre sagen: „Unsere Kompanie wurde in unserem Lager zusammengerufen und unser Kompanieführer Willy Röser erläuterte uns den Einsatz für die Vergeltungsaktion am nächsten Morgen. In dem Dorf sei auf unseren Regimentskommandeur geschossen worden, und dafür muß das Dorf büßen. Salminger hat das gesagt. Den Ort, den wir zu säubern hätten, sei bandenverseucht. Ja, und dann hat man uns noch gesagt, dass wir alle niedermachen sollten, auch weil die Engländer Köln bombardiert hätten. Viele unschuldige Frauen und Kinder sollen bei diesen Bombardements ums Leben gekommen sein.“ (Meyer, Kommeno S. 60) Nachruf auf Hermann Frank Meyer weiterlesen