Archiv der Kategorie: Nazis

ΝΑ ΓΙΝΟΥΝ ΓΝΩΣΤΑ ΤΑ ΕΓΚΛΗΜΑΤΑ ΤΩΝ ΝΑΖΙ ! ΝΑ ΑΠΟΖΗΜΙΩΘΟΥΝ ΤΑ ΘΥΜΑΤΑ ! ΕΝΑΝΤΙΑ ΣΤΗΝ ΑΝΤΙΔΡΑΣΤΙΚΗ

(Dies ist eine gekürzte Version unseres Aufrufes nach Bad Reichenhall in griechisch)

Για την επέτειο των 75 χρόνων από την γερμανική εισβολή στην Κρήτη

ΝΑ ΓΙΝΟΥΝ ΓΝΩΣΤΑ ΤΑ ΕΓΚΛΗΜΑΤΑ ΤΩΝ ΝΑΖΙ ! ΝΑ ΑΠΟΖΗΜΙΩΘΟΥΝ ΤΑ ΘΥΜΑΤΑ ! ΕΝΑΝΤΙΑ ΣΤΗΝ ΑΝΤΙΔΡΑΣΤΙΚΗ ΣΥΓΓΡΑΦΗ ΤΗΣ ΙΣΤΟΡΙΑΣ

Κάλεσμα για την πορεία στις 14 του Μάη στο Bad Reichenhall ΝΑ ΓΙΝΟΥΝ ΓΝΩΣΤΑ ΤΑ ΕΓΚΛΗΜΑΤΑ ΤΩΝ ΝΑΖΙ ! ΝΑ ΑΠΟΖΗΜΙΩΘΟΥΝ ΤΑ ΘΥΜΑΤΑ ! ΕΝΑΝΤΙΑ ΣΤΗΝ ΑΝΤΙΔΡΑΣΤΙΚΗ weiterlesen

General-Konrad-Kaserne wird umbenannt

Bad Reichenhall General-Konrad-Kaserne wird umbenannt – Bürgermeister soll sich vom Kameradenkreis distanzieren

Die „General-Konrad-Kaserne wird umbenannt“, dass berichtet die „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens am Freitag den 20.04.20121. Dem Bericht zufolge habe das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, die General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall noch im Laufe dieses Jahres umbenennen zu wollen. Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU) bestätigte in dem TV-Bericht diese Meldung. Wörtlich sagte er: „Es ist in der Tat richtig, dass der bisherige Name der General Konrad Kaserne umbenannt werden soll. Das ist jetzt ein Thema, das man angehen kann, weil jetzt erst klar ist, dass die Kaserne überhaupt weiterhin besteht“. Zum möglichen neuen Namen wollte sich Schmidt laut Süddeutscher Zeitung2 nicht äußern.

Nachdem der Nazigeneral Konrad auch für das Bundesverteidigungsministerium untragbar geworden ist, sieht das RABATZ-Bündnis nun auch Bad Reichenhalls Bürgermeister Herbert Lackner (CSU) in der Pflicht. Er solle sich von dem von General Konrad gegründeten Kameradenkreis der Gebirgstruppe distanzieren, so Anna Jade eine Sprecherin des Bündnisses. Dieser von Kritikern als „Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern3 bezeichnete Kameradenkreis organisiert jährlich im Mai in Bad Reichenhall eine sogenannte „Kreta Gedenkfeier“. Dazu Anna Jade wörtlich: „Es ist ein Skandal, dass ein demokratischer Bürgermeister bei einer solch geschichtsrevisionistischen Gedenkfeier, bei der die Täter_innen zu Opfern und Held_innen verklärt werden, teilnimmt“. General-Konrad-Kaserne wird umbenannt weiterlesen

Sa 19.05.2012 Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls

Auch nach unserer Demonstration im vergangenen Jahr haben sich die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall wenig verändert. Deshalb wird es am Samstag den 19.05.2012 unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht #2 – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ auch in diesem Jahr ein antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall geben. Hier der Aufruf des RABATZ_Bündnis zur Demonstration: Sa 19.05.2012 Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls weiterlesen

Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall

Heute vor 70 Jahren, am 13. April 1942, wurde Anton Schmid in Wilna hingerichtet. Wir verlinken deshalb, an dieser Stelle zu einer Pressemitteilung der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V . Außerdem dokumentieren wir im folgenden  die Pressemitteilung der Initiative gegen falsche Glorie ( Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall in „Feldwebel-Schmid-Kaserne“ ) vom 3. April 2012:

Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall in „Feldwebel-Schmid-Kaserne“

Vor nunmehr 70 Jahren, am 13. April 1942, wurde der Judenretter Feldwebel Anton Schmid in Litauen hingerichtet. Nur eine Woche später jubelte General Konrad über das „Feldherrngenie des Führers“. Seit Juni 1965 ist Konrad traditionswürdiges Vorbild. Wir fordern die Umbenennung der „General-Konrad-Kaserne“ Bad Reichenhall weiterlesen

Neue Debatte um Konrad-Kaserne

Unter dem Titel „Neue Debatte um Konrad-Kaserne“ berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Diskussion um den Namensgeber der Bad Reichenhaller Skandalkaserne. Bekanntlich ist die örtliche Kaserne ist weiterhin nach dem „Schlächter von der Krim“, dem Nazigeneral Konrad benannt. In dem Artikel der SZ heißt es wörtlich.:

 „Die ‚Initiative gegen falsche Glorie‘ schlägt nun vor, die Kaserne künftig nach Feldwebel Anton Schmid zu benennen, der im Laufe des Zweiten Weltkriegs Hunderte von Juden aus dem Ghetto in Wilna gerettet hatte. Am 13. April 1942, vor 70 Jahren, wurde er dafür hingerichtet. ‚Die Benennung nach Anton Schmid würde weltweit als positives Zeichen wahrgenommen‘, sagt der Historiker Wolfram Wette, der die Initiative unterstützt.

General Rudolf Konrad, der bisherige Namensgeber der Reichenhaller Gebirgsjäger-Kaserne, gilt hingegen als bekennender Antisemit und fanatischer Gefolgsmann Hitlers. Er soll auf der Jagd nach Partisanen ganze Ortschaften zerstört haben. Nicht minder fraglich waren seine politischen Äußerungen. Es sei Hitlers Verdienst gewesen, ‚das Eindringen der bolschewistischen Horden nach Europa im richtigen Augenblick zu erkennen und den Stoß blitzschnell zu parieren‘, wird Konrad zitiert.“ Neue Debatte um Konrad-Kaserne weiterlesen

Fehlentscheidung aus Den Haag: Ein Urteil gegen die NS-Opfer

Heute, am Freitag, den 3.2.2012, verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag seine Entscheidung im Fall Deutschland ./. Italien. Er gab der Klage Deutschlands statt, mit der die Bundesrepublik Immunität gegenüber Klagen von NS-Opfern in Italien beansprucht. Deutschland klagte vor dem IGH, weil italienische Gerichte vielfach zu Gunsten der Opfer entschieden und eine Klagemöglichkeit in Italien anerkannt haben. Mit diesem Urteil ist nun der Klageweg für NS-Opfer in Italien versperrt. Fehlentscheidung aus Den Haag: Ein Urteil gegen die NS-Opfer weiterlesen

Friede, Freude, deutscher Eintopf – Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest

Vor wenigen Monaten erschien im Mandelbaum Verlag das Buch „Friede, Freude, deutscher Eintopf – Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest“ Die Beiträge zu Geschichtspolitik und Erinnerungskultur fokussieren auf die spezifische Situation in Kärnten/Koroska und das umstrittene Ulrichsbergtreffen, eines der größten Treffen von Veteranen der nationalsozialistischen Wehrmacht und (Waffen-)SS in Europa. Ausgehend davon werden unterschiedliche Facetten des österreichischen Umgangs mit der jüngeren Geschichte sichtbar gemacht. Ausgehend davon werden unterschiedliche Facetten des österreichischen Umgangs mit der jüngeren Geschichte sichtbar gemacht. Wir zitieren aus der Buchankündigung: Friede, Freude, deutscher Eintopf – Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest weiterlesen

Auch Name der Kaserne ist skandalös

Am 10.Juni 1964 verstarb der Nazi-General Rudolf Konrad in München Anlässlich seines 47. Todestages kritisiert das RABATZ-Bündnis abermals die „Skandalkaserne“ von Bad Reichenhall, die nach dem „Schlächter von der Krim“ benannt ist.

Rudolf Konrad, war der erste Kommandeur des 1935 in Bad Reichenhall aufgestellten Gebirgsjäger­Regiments 100. Konrad bewies sich bereits im Vernichtungskrieg auf der Krim als antisemitischer Massenmörder. In diesem vom nationalsozialistischen Vernichtungswahn getriebenen Feldzug lies Konrad „ganze Ortschaften südlich der Linie Karassubasar-Suja samt Zivilisten in Grund und Boden bombadieren“¹. Angesichts der Verbrechen der deutschen Wehrmacht und SS bekannte er: „Dem Führer gehört unsere ganze Hingabe“ und erklärte in einem Befehl von 1943: „Die Juden sind unser Unglück.“

Konrad war außerdem bei der Gründung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, von Kritiker_innen auch als “Selbsthilfegruppe für Kriegsverbrecher” bezeichnet, beteiligt. Dort erklärte er: „Wir hoffen, dass in der neuen Schale die gleichen Männer, die alten Soldaten stecken, die einst Kraft und Ruhm des deutschen Heeres und der Stolz des deutschen Volkes waren.“ 1966, praktisch zum 25. Jahrestag des Überfalls auf Kreta, wurde die Bundeswehr­Kaserne in Bad Reichenhall nach ihm benannt.

Mit einem Nazigeneral als Namenspatron scheint inzwischen sogar die Bundesregierung unzufrieden. Auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter teilt diese mit, dass sie die Kasernennamen „heute in einigen Fällen anders bewertet als zu der Zeit, als eine Kaserne nach dieser Person benannt worden ist. Dies gilt auch für den Namensgeber der General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall².“ Allerdings würden derzeit Entscheidungen über Namensänderungen „auf Grund der noch offenen Stationierungsfragen nicht getroffen³“.

Neben der Namensgebung hält das RABATZ-Bündnis auch die Außengestaltung der Fassade für skandalös. Ein einige Meter großes nationalsozialistisches Wandgemälde im Eingangsbereich wurde bis heute nicht entfernt. Kritisiert wird außerdem der darunter prangende steinerne Reichsadler: Das Hakenkreuz in seinen Klauen wurde lediglich durch ein Edelweiß ersetzt.

Für Anna Jade, die Pressesprecherin des RABATZ-Bündnisses ist der „Klein-Mitrovica-Skandal“ keine einmalige „Geschmacklosigkeit“, sondern nur „die Spitze des Eisbergs“. In Bad Reichenhall werde kontinuierlich NS-verherrlichende Geschichtspolitik betrieben. Das RABATZ-Bündnis bekräftigt deshalb seine Forderung nach der Schließung der Reichenhaller Kaserne und einer Auflösung der Gebirgstruppe.


¹ Jakob Knab: Falsche Glorie. Das Traditionsverständnis der Bundeswehr. Berlin 1995.
² Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (Drs. 17/5747) vom 18.05.2011, S. 1
³ Ebd.

Update: Der mustergültige Nazi-General Konrad als Kasernenpatron von Reichenhall (Dokumentation der Pressemitteilung der „Initiative gegen falsche Glorie“ auch vom 10.06.11: Auch Name der Kaserne ist skandalös weiterlesen