Archiv der Kategorie: Presse

Presseberichte

Hier einige Presseberichte (bitte mailt uns weitere Artikel an: infogruppe[minus]rosenheim[at]riseup.net) :
18.05.16

Neues Deutschland: Rabatz gegen das Verdrängen

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1012136.rabatz-gegen-das-verdraengen.html

 

17.05.16

BGLand24: Demonstration für Ende der Kreta-Feier in Reichenhall

http://www.bgland24.de/bgland/region-bad-reichenhall/bad-reichenhall-ort28289/reichenhall-menschen-hearing-eine-gelungene-demonstration-6407588.html Presseberichte weiterlesen

Bewegt sich Bad Reichenhall?

Am kommenden Samstag wird zum ersten Mal ein Geschädigter der Reichenhaller Gebirgsjäger in der oberbayerischen Kurstadt öffentlich zu Wort kommen. Oberbürgermeister Dr. Lackner empfängt den 92-jährigen Nikolaos Marinakis aus Skines im Vorfeld eines Hearings, das um 12.00 Uhr im Kurgastzentrum beginnt.

Neben Marinakis ist auch Aristomenis Syngelakis vom Nationalrat für die Entschädigungsforderungen Griechenlands vom Stadtoberhaupt eingeladen. Positiv überrascht zeigt sich Anna Jade, Sprecherin des rabatz bündnisses: »Wenn die Einladung zum Gespräch nicht nur eine Formalie ist, sondern Herr Dr. Lackner seinen Gästen zuhört, gehen wir davon aus, dass die Stadt ihre Zusammenarbeit mit dem Kameradenkreis schon bald einstellen wird.«
Dies sei alternativlos. Denn, »wer sich die bestialischen Verbrechen der Wehrmacht auf Kreta vor Augen führt, kann den Kameradenkreis der Gebirgstruppe als deren Traditionsträger nicht mehr unterstützen.« Bewegt sich Bad Reichenhall? weiterlesen

Erneut SS Gedenken in Bad Reichenhall – antifaschistische Demonstration am kommenden Samstag

Am  vergangenen Samstag (12. Mai 2012) fand in Bad Reichenhall  erneut  ein neonazistisches SS- Gedenken  statt. An der Veranstaltung zu Ehren der  SS-Division “Charlemagne” beteiligten sich  nach Polizeiangaben etwa 70 Teilnehmer_innen (1). Nach  Informationen welche dem RABATZ-Bündnis zugespielt wurden, soll am selben Abend nach der SS-Gedenkfeier, in der Region noch ein Neonazi-Liederabend statt gefunden haben(2). Gegen diese menschenverachtenden ultrarechten Aktivitäten gab es offenbar(3) keinerlei zivilgesellschaftlichen Protest. Am kommenden Samstag wird das antifaschistische RABATZ Bündnis nun für die „Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ demonstrieren. Dazu Anne Jade, eine Sprecherin des Bündnisses:
„Es ist bezeichnend für die Bad Reichenhaller Zustände wenn es gegen ein SS-Gedenken keinerlei Widerstand gibt.  Auch wenn sich nach unseren antifaschistischen Protesten langsam etwas zu bewegen scheint, so ist Bad Reichenhall immer noch ein Musterbeispiel für die widerliche militaristisch und nationalistische  Gedenkpolitik in der oberbayerischen Provinz. Diese rechte Hegemonie darf aus unserer Sicht nicht unkommentiert bleiben.“
Die antifaschistische Demonstration am Samstag 19.05.2012 startet um 14:30 Uhr am Hauptbahnhof Bad Reichenhall. Weitere Informationen gibt es unter www.badreichenhall.tk Erneut SS Gedenken in Bad Reichenhall – antifaschistische Demonstration am kommenden Samstag weiterlesen

Sa., 19.05.2012 – erneut antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall

Pressemitteilung BRH 2012-3 (vom 07.05.2012):

Für Samstag den 19. Mai kündigt das RABATZ-Bündnis erneut eine Demonstration „für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ an. Der Aufruf unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht“ wird derzeit von 20 antifaschistischen Gruppen unterstützt.

Bereits im vergangenen Jahr demonstrierten, anlässlich des Jahrestages des deutschen Überfalls auf Kreta, über 200 Menschen im oberbayerischen Kurort Bad Reichenhall „gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den militaristischen, nationalistischen, deutschen Normalzustand“. Im diesjährigen auf www.badreichenhall.tk veröffentlichten Aufruf heißt es: “(…) es hat sich wenig verändert. Noch immer ist Bad Reichenhall ein Musterbeispiel für die widerliche, geschichtsrevisionistische, militaristische Gedenkpolitik in der oberbayerischen Provinz.“ Das RABATZ-Bündnis kritisiert unter anderem, dass in Bad Reichenhall jährlich neben einer neonazistischen SS-Gedenkfeier (1) auch eine geschichtsrevisionistische „Kreta-Gedenkfeier“ des umstrittenen „Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V.“ stattfinden kann. Bei dieser Gedenkfeier werden nach RABATZ Meinung nicht nur die Kriegsverbrechen der Bad Reichenhaller Gebirgsjäger verschwiegen sondern auch die Täter_innen zu Opfern verklärt. Wenn Manfred Held, Vorsitzender des örtlichen Kameradenkreises, gegenüber der Süddeutschen Zeitung (2) zu den Gebirgsjägermassakern auf Kreta erklärt: „Ich will nicht über Kriegsverbrechen reden, wenn ich der Gebirgsjäger gedenke“ sei das symbolisch für den reaktionären Konsens welcher in Bad Reichenhall herrsche. Dazu Anna Jade eine Sprecherin des RABATZ-Bündnis:

„Kein Wunder also, dass sich Neonazis hier besonders wohl fühlen und fast ungestört agieren können. Wir sind der Meinung, diese rechte Hegemonie darf nicht unkommentiert bleiben. Mit unserer Demonstration wollen wir Geschichtsrevisionisten, Militaristen sowie Alt- und Neonazis zeigen, dass es für sie kein ruhiges Hinterland gibt.“ Sa., 19.05.2012 – erneut antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall weiterlesen

General-Konrad-Kaserne wird umbenannt

Bad Reichenhall General-Konrad-Kaserne wird umbenannt – Bürgermeister soll sich vom Kameradenkreis distanzieren

Die „General-Konrad-Kaserne wird umbenannt“, dass berichtet die „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens am Freitag den 20.04.20121. Dem Bericht zufolge habe das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, die General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall noch im Laufe dieses Jahres umbenennen zu wollen. Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU) bestätigte in dem TV-Bericht diese Meldung. Wörtlich sagte er: „Es ist in der Tat richtig, dass der bisherige Name der General Konrad Kaserne umbenannt werden soll. Das ist jetzt ein Thema, das man angehen kann, weil jetzt erst klar ist, dass die Kaserne überhaupt weiterhin besteht“. Zum möglichen neuen Namen wollte sich Schmidt laut Süddeutscher Zeitung2 nicht äußern.

Nachdem der Nazigeneral Konrad auch für das Bundesverteidigungsministerium untragbar geworden ist, sieht das RABATZ-Bündnis nun auch Bad Reichenhalls Bürgermeister Herbert Lackner (CSU) in der Pflicht. Er solle sich von dem von General Konrad gegründeten Kameradenkreis der Gebirgstruppe distanzieren, so Anna Jade eine Sprecherin des Bündnisses. Dieser von Kritikern als „Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern3 bezeichnete Kameradenkreis organisiert jährlich im Mai in Bad Reichenhall eine sogenannte „Kreta Gedenkfeier“. Dazu Anna Jade wörtlich: „Es ist ein Skandal, dass ein demokratischer Bürgermeister bei einer solch geschichtsrevisionistischen Gedenkfeier, bei der die Täter_innen zu Opfern und Held_innen verklärt werden, teilnimmt“. General-Konrad-Kaserne wird umbenannt weiterlesen

Sa 19.05.2012 Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls

Auch nach unserer Demonstration im vergangenen Jahr haben sich die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall wenig verändert. Deshalb wird es am Samstag den 19.05.2012 unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht #2 – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ auch in diesem Jahr ein antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall geben. Hier der Aufruf des RABATZ_Bündnis zur Demonstration: Sa 19.05.2012 Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls weiterlesen

Kasernenumbenennung kann nur ein erster Schritt sein

Der in den Medien [1] diskutierte Vorschlag der “Initiative gegen falsche Glorie“, die nach dem dem Nazigeneral Konrad („Schlächter von der Krim“ [2]) benannte Bad Reichenhaller Kaserne endlich umzubenennen, wird vom Rabatz Bündnis begrüßt. Das Bündnis hatte in der Vergangenheit mehrfach auf die skandalöse Namensgebung und rechte Traditionspflege hingewiesen [3]. Kasernenumbenennung kann nur ein erster Schritt sein weiterlesen

Edelweiß statt Hakenkreuz

„Bad Reichenhall ist »irgendwie anders« – Gebirgsjäger folgen einem Nazi-General und schießen auf »Klein Mitrovica«“ so beginnt ein ausführliche Reportage von René Heilig welcher heute (21.06.11) im ND erschien. [den ganzen Artikel lesen]

Unter „Presseberichte“ findet ihr auf unserer Homepage übrigens eine Auflistung mit über 100 Berichten aus den unterschiedlichsten Medien im Zusammenhang mit dem Reichenhaller Bundeswehrskandal und rechter Traditionspflege in Bad Reichenhall. Aufgrund der unzähligen Berichte in den Medien ist es uns leider nicht möglich einen vollständigen Pressespiegel zu erstellen.

Auch Name der Kaserne ist skandalös

Am 10.Juni 1964 verstarb der Nazi-General Rudolf Konrad in München Anlässlich seines 47. Todestages kritisiert das RABATZ-Bündnis abermals die „Skandalkaserne“ von Bad Reichenhall, die nach dem „Schlächter von der Krim“ benannt ist.

Rudolf Konrad, war der erste Kommandeur des 1935 in Bad Reichenhall aufgestellten Gebirgsjäger­Regiments 100. Konrad bewies sich bereits im Vernichtungskrieg auf der Krim als antisemitischer Massenmörder. In diesem vom nationalsozialistischen Vernichtungswahn getriebenen Feldzug lies Konrad „ganze Ortschaften südlich der Linie Karassubasar-Suja samt Zivilisten in Grund und Boden bombadieren“¹. Angesichts der Verbrechen der deutschen Wehrmacht und SS bekannte er: „Dem Führer gehört unsere ganze Hingabe“ und erklärte in einem Befehl von 1943: „Die Juden sind unser Unglück.“

Konrad war außerdem bei der Gründung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, von Kritiker_innen auch als “Selbsthilfegruppe für Kriegsverbrecher” bezeichnet, beteiligt. Dort erklärte er: „Wir hoffen, dass in der neuen Schale die gleichen Männer, die alten Soldaten stecken, die einst Kraft und Ruhm des deutschen Heeres und der Stolz des deutschen Volkes waren.“ 1966, praktisch zum 25. Jahrestag des Überfalls auf Kreta, wurde die Bundeswehr­Kaserne in Bad Reichenhall nach ihm benannt.

Mit einem Nazigeneral als Namenspatron scheint inzwischen sogar die Bundesregierung unzufrieden. Auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter teilt diese mit, dass sie die Kasernennamen „heute in einigen Fällen anders bewertet als zu der Zeit, als eine Kaserne nach dieser Person benannt worden ist. Dies gilt auch für den Namensgeber der General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall².“ Allerdings würden derzeit Entscheidungen über Namensänderungen „auf Grund der noch offenen Stationierungsfragen nicht getroffen³“.

Neben der Namensgebung hält das RABATZ-Bündnis auch die Außengestaltung der Fassade für skandalös. Ein einige Meter großes nationalsozialistisches Wandgemälde im Eingangsbereich wurde bis heute nicht entfernt. Kritisiert wird außerdem der darunter prangende steinerne Reichsadler: Das Hakenkreuz in seinen Klauen wurde lediglich durch ein Edelweiß ersetzt.

Für Anna Jade, die Pressesprecherin des RABATZ-Bündnisses ist der „Klein-Mitrovica-Skandal“ keine einmalige „Geschmacklosigkeit“, sondern nur „die Spitze des Eisbergs“. In Bad Reichenhall werde kontinuierlich NS-verherrlichende Geschichtspolitik betrieben. Das RABATZ-Bündnis bekräftigt deshalb seine Forderung nach der Schließung der Reichenhaller Kaserne und einer Auflösung der Gebirgstruppe.


¹ Jakob Knab: Falsche Glorie. Das Traditionsverständnis der Bundeswehr. Berlin 1995.
² Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (Drs. 17/5747) vom 18.05.2011, S. 1
³ Ebd.

Update: Der mustergültige Nazi-General Konrad als Kasernenpatron von Reichenhall (Dokumentation der Pressemitteilung der „Initiative gegen falsche Glorie“ auch vom 10.06.11: Auch Name der Kaserne ist skandalös weiterlesen

Kinder an Waffen kein Einzelfall bei der Gebirgstruppe

RABATZ: „militaristische Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen ist kein Einzelfall“
– Fotos zeigen: Kinder hatten bereits 2009 Zugang zu realistisch anmutenden Waffen (beim Tag der offenen Tür in Brannenburger Kaserne am 11.07.2009)
– Fotos zeigen: Kind an Panzerabwehrwaffe (beim Tag der offenen Tür der General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall am 28.5.2011)
– Aufgetauchtes Video zeigt Kinder mit Handfeuerwaffen an Bundeswehrstand (beim Tag der offenen Tür der General-Konrad-Kaserne in Bad Reichenhall)
– RABATZ-Bündnis fordert Auflösung der Gebirgstruppe

Mit ihrem Tag der offenen Tür haben die Reichenhaller Gebirgsjäger einen bundesweiten Skandal ausgelöst. Nun zeigen neue Bilder, dass der aktuelle Skandal kein Einzelfall ist. Auf ihnen ist zu sehen, wie ein Kind an einem schweren Geschütz liegt. Schon damals ließen Bundeswehr-Gebirgspioniere Kinder mit Waffen spielen. Kinder an Waffen kein Einzelfall bei der Gebirgstruppe weiterlesen