„edei“: Ran an den Feind. Bomben auf Israel

Anlässlich der NDR Sendung Panorama über eine von „Blood & Honour“ veranstalteten Neonaziparty in Budapest berichtet das Internetmagazin redok über den Neoziliedermacher Manfred „Edei“ Edelmann aus Piding;

Mit dabei in der ungarischen Hauptstadt war auch der Rechtsaußen-Musiker Manfred Edelmann, in der Neonazi-Szene als „Edei“ bekannt. Der zeitweilig als Bass-Spieler bei der Rechtsrockband „Kraftschlag“ tätige Edelmann ist als „Liedermacher“ gern gesehener Gast bei NPD-Veranstaltungen, wo er für einen angemessenen musikalischen Rahmen sorgen soll. So wurde er etwa für seine „gut durchdachten politischen Texte“ während seines Auftritts beim „NPD-Bayerntag“ am 17.06.2006 in Regensburg gelobt. Der im Berchtesgadener Land ansässige Edelmann ist seit Jahren in der „Kameradschaft München“ eng verbunden mit Norman Bordin; für Bordins Internet-Portal „Widerstand Süd“ ist Edelmann als Administrator tätig.

Welcher Art Edelmanns Sangeskünste sind, wurde im Beitrag von Panorama überdeutlich. Der Neonazi aus der bayerischen Hauptstadt lief in Budapest zu antisemitischer Hochform auf und externer Linkbrüllte ins tobende Publikum: „Wir stellen die jüdische Drecksau, zum letzten entscheidenden Schlag. (…) Kamerad. Kamerad. Es lautet der Befehl. Ran an den Feind. Ran an den Feind. Bomben auf Israel.“

 

Quelle: http://www.redok.de/content/view/604/36/

 

 

SS Gedenkfeier in Bad Reichenhall

Dokumentation eines indymediaartikels von 2006:

Am vergangenen Sonntag (07.05.06) fand in Karlstein bei Bad Reichenhall eine SS-Gedenkfeier statt, an welcher sich ca. 130 Rechtsextremisten (aus Deutschland, Frankreich, Italien und Dänemark )beteiligten. Bei Vorkontrollen nahm die Polizei insgesamt sieben bewaffnete Personen fest. Unter den sichergestellten Gegenständen befanden sich Sprengmittel, eine funktionsunfähige Pistole, Rauchbomben und Waffenteile. SS Gedenkfeier in Bad Reichenhall weiterlesen

Zeitlose soldatische Tugenden

„Bis heute ist es der Bundeswehr nicht gelungen, sich aus den Fesseln einer fatalen Traditionspflege zu lösen“ heißt es in dem Artikel »Zeitlose soldatische Tugenden« von Jakob Knab: ( Die Zeit Nr. 46, 10. November 2005). Wir zitieren hier jenen Anschnitt welcher sich mit dem NS-Gebirgsjägergeneral Eduard Dietl, dem Namenspatron der Bad Reichenhaller Kaserne befasst: Zeitlose soldatische Tugenden weiterlesen

Rechte Strukturen in Bayern 2005

In der Dokumentation „Rechte Strukturen in Bayern 2005“ von Dr. Andreas Angerstorfer und Annemarie Dengg wird u.a. die „Kameradschaft Berchtesgadener Land“ als „bekannte bayerische Kameradschaft“ S. 28 aufgeführt.

Auch in Kapitel IV „ Neonazistische, antisemitische, rassistische und fremdenfeindliche Vorfälle in Oberbayern und in Oberpfalz/Niederbayern 1994 – 2005 in Auswahl“ werden einige regionale rechte Vorfälle dokumentiert, u.a.:

Mitterfelden (Lkr. Berchtesgaden-Land) – 20.8.1994: Brandanschlag auf ein fünfstöckiges Haus mit Aussiedlern. ( S.78) Rechte Strukturen in Bayern 2005 weiterlesen

Grenzgänger am rechten Rand

In dem Artikel „Grenzgänger am rechten Rand: Information als Waffe“ aus den antifaschistische nachrichten (Nummer 23 / 2004) wird u.a. die rechtskonservative Vierteljahreszeitschrift Epoche aus Bad Reichenhall erwähnt. Wörtlich heißt es:

Die rechtskonservative Vierteljahreszeitschrift «Epoche» erschien von Januar 1977 bis Juli 2001 mit 149 Ausgaben. Aufgrund von finanziellen Unregelmäßigkeiten des als Förderverein konzipierten «Verbandes für Publizistik und Jugendbildung Epoche e. V.» mit Sitz in Bad Reichenhall gerit das Magazin in die Kriese und wurde eingestellt. Über Jahre hatte Karl Ludwig Bayer, der Vereinsvorsitzende, in die Vereinskasse gegriffen. Die Zweite Strafkammer am Landgericht Traunstein verurteilte den Herausgeber der Epoche im Juli 2003 zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft. Insgesamt 766 Fälle von Untreue am Vereinsvermögen (410.000 Euro), Steuerhinterziehung in Höhe von 405.000 Euro sowie 1.105 Fälle zu Unrecht ausgestellter Spendenquittungen (Gesamtschaden 825.000 Euro) wurden dem rechten Saubermann angekreidet. Seitdem hat der Förderverein seine Adresse nach Österreich verlegt und alle öffentlich wahrnehmbare Aktivitäten zurückgefahren. Möglicher Weise soll das traditionsreiche Sprachrohr des marktradikalen Konservatismus, dessen erklärtes Ziel der publizistische Austausch der extremen Rechten innerhalb und außerhalb der Union war, zu einem späteren Zeitpunkt wiederbelebt werden. (siehe Wolfram Siede: Aus für deutschen Sonderweg, in antifa Oktober, November 2003)

Quelle: http://www.antifaschistische-nachrichten.de/2004/23/kalina.shtml

Gibt es ein Leben rechts der CSU?

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Artikel „Gibt es ein Leben rechts der CSU?“ von Marco Kuhn aus der Rumzeit Nr. 13 (Februar 2002):

Gibt es ein Leben rechts der CSU?

„Danke, dass Sie mich nach wie vor als Ihren Schirmherrn die Umweltseiten in Ihrem wichtigen Kompendium zur Zeitgeschichte begleiten lassen. Solche Zusammenarbeit macht Freude! Herzlichen Dank“.

Dieses Zitat entstammt einem Brief des CSU-Generalsekretärs Thomas Goppel an den Herausgeber der Vierteljahreszeitung „Epoche“. Bei dem „wichtigen Kompendium“ handelt es sich um eine rechtskonservative Scharniergazette, die in der (Schwarz-)Braunzone zwischen CSU/CDUlerInnen und RechtsextremistInnen angesiedelt ist. Herausgegeben wird sie von dem in Bad Reichenhall ansässigen „Verband für Publizistik und Jugendbildung Epoche e.V.“. Der gemeinnützige Verein definiert sich selbst als „christlich-konservative-freiheitliche Denkfabrik“. In einer Selbstdarstellung wird als Ziel genannt, „Jugend- und Schülerzeitungen, Jugendgruppen und nicht-linke Studentenorganisationen mit Argumenten und Ideen auszustatten“. Gibt es ein Leben rechts der CSU? weiterlesen

Der Martin war immer nett

„Der Amoklauf eines 16-Jährigen in Bad Reichenhall schockt die Republik. Experten rätseln über die Ursachen: War der Täter ein Neonazi – oder einfach nur lebensmüde?“ so beginnt der Artikel „Der Martin war immer nett“ von Krach, Wolfgang im Spiegel 45/1999. Darin heißt es unter anderem :. „Die Kripo interessiert, wie die Eltern dazu stehen, dass die Zimmer ihrer Kinder voll von NS-Devotionalien waren. Unter anderem hing in Danielas Zimmer ein Hitlerbild, Martin hatte am Kopfende seines Bettes ein Hakenkreuz an die Wand gemalt. Daneben wurden in der ganzen Wohnung Musik-CDs mit rechtsradikalen Liedern sowie Gewaltvideos gefunden.“

Der ganze Artikel kann kostenlos im Spiegel-Heftarchiv nachgelesen werden:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15045612.html