Stadtplan/Auftaktkundgebung

Hier findet ihr einen Stadt- und Zeitplan (download als pdf) für den antifaschistischen Aktionstag am Samstag in Bad Reichenhall. Achtung der Ort für die Auftaktkundgebung hat sich um ca. 100 Meter in Richtung Fußgängerzone verschoben: Start der Demo ist nun in der Kurstraße (Fußgängerzone) in Richtung Salzburger Straße und nicht vor dem Königlichen Kurhaus

Die Nummer des Ermittlungsausschuss ist: 089/4489638

Treffpunkte für die Anreise:

  • Nürnberg: 07.00 Uhr – Hauptbahnhof – Schalterhalle West
  • München: 08:30 Uhr – Hauptbahnhof – Anzeigtafel
  • Rosenheim: 09:15 Uhr – Bahnhof
  • Regensurg: Infos zur Anreise gibt es am Do 12.05 um 19 Uhr im LiZe
  • Salzburg: 09:50 Uhr – Hauptbahnhof

Demo Karte2

Stadtplan als pdf downloaden: Demo Karte2

Bewegt sich Bad Reichenhall?

Am kommenden Samstag wird zum ersten Mal ein Geschädigter der Reichenhaller Gebirgsjäger in der oberbayerischen Kurstadt öffentlich zu Wort kommen. Oberbürgermeister Dr. Lackner empfängt den 92-jährigen Nikolaos Marinakis aus Skines im Vorfeld eines Hearings, das um 12.00 Uhr im Kurgastzentrum beginnt.

Neben Marinakis ist auch Aristomenis Syngelakis vom Nationalrat für die Entschädigungsforderungen Griechenlands vom Stadtoberhaupt eingeladen. Positiv überrascht zeigt sich Anna Jade, Sprecherin des rabatz bündnisses: »Wenn die Einladung zum Gespräch nicht nur eine Formalie ist, sondern Herr Dr. Lackner seinen Gästen zuhört, gehen wir davon aus, dass die Stadt ihre Zusammenarbeit mit dem Kameradenkreis schon bald einstellen wird.«
Dies sei alternativlos. Denn, »wer sich die bestialischen Verbrechen der Wehrmacht auf Kreta vor Augen führt, kann den Kameradenkreis der Gebirgstruppe als deren Traditionsträger nicht mehr unterstützen.« Bewegt sich Bad Reichenhall? weiterlesen

Kampf um »Ghetto-Renten«

Die juristische Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland gleicht einem Minenfeld, spätestens dann, wenn es um materielle Entschädigungen oder Forderungen geht. Diese Erfahrung musste auch der Sozialrichter Jan-Robert von Renesse aus Essen machen.

In der Anwendung des „Gesetzes zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto“ arbeitete er anders, vor allem zügiger und wohlwollender als seine Berufskollegen. Deren Verhalten legte den Verdacht des „Aussitzens“ bis zum Versterben der Anspruchsberechtigten nahe.

In der Konsequenz sah sich der Sozialrichter selbst der Justiz ausgesetzt. In einem Disziplinarverfahren gegen ihn wird im März diesen Jahres ein Vergleich vorgeschlagen. Julia Smilga hat für den Bayerischen Rundfunk von Renesse über mehrere Jahre begleitet und eine eindrückliche Reportage über Renesse’s Wirken erstellt.
Sie kann hier als mp3 heruntergeladen oder hier nachgelesen werden.

Es begann bei (k)einem Schweinebraten..

»Von Mittenwald nach Bad Reichenhall« lautete der Untertitel des Aufrufs 2011. Bezugspunkt dabei war die Kampagne gegen die Brendtenfeier des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, durchgeführt durch den Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege.

Der erste Besuch am Rand der Brendtenfeier datiert dabei auf das Jahr 2002: Beim traditionellen Schweinebratenessen wurden die anwesenden Gebirgstrüppler dazu aufgefordert, eine Schweigeminute für die Opfer ihrer Kriegsverbrechen abzuhalten. Wir dokumentieren einen Bericht aus dem Jahr 2003 zitiert nach nadir.org.
Einiges hat sich in Mittenwald seitdem geändert – zum Beispiel die Speisevorlieben: Statt Schweinebraten verzehrt die Truppe lieber rohe Leber. 2016 wird die Brendtenfeier übrigens am Freitag, 13.Mai, in Mittenwald abgehalten.

Mein Opa ist Kriegsverbrecher und wohnt in Mittenwald

Nach Presseangaben besuchte am 18. Mai 2002 eine Zahl von 56 Autonomen aus Köln in der Kneipe Postkeller das fünfzig lange Jahre ungestörte Kameradschaftstreffen der Gebirgsjäger. Ohne größere Behinderungen gelangten sie über eine Treppe und in einem kommunistischen Sinne vorbei an einem Eintrittstisch in den mit ca. 200 Gebirgsjägern, Bundeswehrsoldaten und ihren Angehörigen voll besetzten Kneipensaal. Es begann bei (k)einem Schweinebraten.. weiterlesen

Der Fall Distomo

Der Fall Distomo ist ein exemplarisches Beispiel für den Umgang der Bundesrepublik Deutschland mit einem NS-Verbrechen. Hieran zeigen sich alle Momente deutscher „Vergangenheitsbewältigung“: Verschweigen, Leugnen und aktiver Täterschutz bis in die 1970er Jahre durch die Bundesrepublik Deutschland. In den 1990er Jahren dann die scheinbare Umkehr: Deutsche Botschaftsvertreter_innen erscheinen auf Gedenkfeiern und legen Kränze nieder. Notwendige Konsequenzen werden aber nicht gezogen, im Gegenteil: Der Mord an 218 Menschen ist bis heute ungesühnt geblieben, die Täter wurden von den deutschen Ermittlungsbehörden nicht verfolgt und bestraft, die Opfer und Hinterbliebenen der Ermordeten nicht entschädigt. Der Fall Distomo weiterlesen

SS-Gedenken am 07.Mai

Nach Informationen des aida-archivs halten Neonazis das jährliche SS-Gedenken 2016 am Sa, 07.Mai ab 14.00 Uhr am Kugelbachparkplatz/Karlstein ab. Laut einem Nazi-Flugblatt tritt als Hauptredner Philipp Hasselbach auf. Er ist Landesvorsitzender der Neonazi-Kleinstpartei „Die Rechte“.

Üblicherweise müssen Nazis um Hasselbach bei ihren Veranstaltungen mit erheblichen Widerstand aus der Zivilgesellschaft rechnen; so stellten sich beispielsweise in Rosenheim im August und September 2015 bis zu 1.000 Menschen Aufmärschen und Kundgebungen entgegen und verhinderten diese. Spätestens seit den Razzien bei fränkischen Partei-Mitgliedern im Herbst des vergangenen Jahres ist das Gefahrenpotential dieser Naziorganisation offensichtlich: Gefunden wurden 16 Kilo in Polen bestellter Kugelbomben, die tödliche Wirkung entfalten können. Laut Oberstaatsanwalt Ohlenschlager seien zwei Flüchtlingsunterkünfte und ein linker Treffpunkte in der Stadt mögliche Ziele gewesen. (Quelle: Endstation Rechts Bayern. Thomas Witzgall kommt zu der Einschätzung, Die Rechte agiere in Franken wie eine kriminelle Vereinigung.

ΝΑ ΓΙΝΟΥΝ ΓΝΩΣΤΑ ΤΑ ΕΓΚΛΗΜΑΤΑ ΤΩΝ ΝΑΖΙ ! ΝΑ ΑΠΟΖΗΜΙΩΘΟΥΝ ΤΑ ΘΥΜΑΤΑ ! ΕΝΑΝΤΙΑ ΣΤΗΝ ΑΝΤΙΔΡΑΣΤΙΚΗ

(Dies ist eine gekürzte Version unseres Aufrufes nach Bad Reichenhall in griechisch)

Για την επέτειο των 75 χρόνων από την γερμανική εισβολή στην Κρήτη

ΝΑ ΓΙΝΟΥΝ ΓΝΩΣΤΑ ΤΑ ΕΓΚΛΗΜΑΤΑ ΤΩΝ ΝΑΖΙ ! ΝΑ ΑΠΟΖΗΜΙΩΘΟΥΝ ΤΑ ΘΥΜΑΤΑ ! ΕΝΑΝΤΙΑ ΣΤΗΝ ΑΝΤΙΔΡΑΣΤΙΚΗ ΣΥΓΓΡΑΦΗ ΤΗΣ ΙΣΤΟΡΙΑΣ

Κάλεσμα για την πορεία στις 14 του Μάη στο Bad Reichenhall ΝΑ ΓΙΝΟΥΝ ΓΝΩΣΤΑ ΤΑ ΕΓΚΛΗΜΑΤΑ ΤΩΝ ΝΑΖΙ ! ΝΑ ΑΠΟΖΗΜΙΩΘΟΥΝ ΤΑ ΘΥΜΑΤΑ ! ΕΝΑΝΤΙΑ ΣΤΗΝ ΑΝΤΙΔΡΑΣΤΙΚΗ weiterlesen

Antifaschistisches Hearing und Demonstration

2016 jährt sich der Überfall der Wehrmacht auf die griechische Insel Kreta zum 75.Mal. Das rabatz Bündnis nimmt dies zum Anlass in Bad Reichenhall, einem Ort von dem Kriegsverbrechen ausgegangen sind, am Samstag, 14. Mai ein Hearing und eine Demonstration mit Zeitzeug*innen und Expert*innen durchzuführen.

Ab 20.Mai 1941 beginnen Fallschirm- und Gebirgsjäger* der Wehrmacht die Insel Kreta anzugreifen und zu besetzen. Sie treffen dabei unerwartet auf erbitterten Widerstand der Zivilbevölkerung. Bereits am 23.Mai beginnen Einheiten der Gebirgstruppe mit der Anwendung des „Axioms der Kollektivhaftung der Bevölkerung“: Sie brennen Dörfer nieder und erschießen wahllos vorwiegend männliche* Zivilist*innen. Gebirgsjägern* aus Bad Reichenhall kann dabei das Massaker von Skines nachgewiesen werden.
In der oberbayerischen Kurstadt wird indes jedes Jahr von Seiten des Kameradenkreises der Gebirgstruppe unter Beteiligung von Vertreter*innen der Stadt und der ortsansässigen Bundeswehr der Täter* gedacht. Aber auch ansonsten ist die Besetzung Griechenlands keineswegs aufgearbeitet: Die Bundesrepublik Deutschland weigert sich als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reichs bis heute für diese und andere Kriegsverbrechen in Griechenland Reparationen zu bezahlen. Antifaschistisches Hearing und Demonstration weiterlesen

Call for action / Hearing Bad Reichenhall May 14th 2016

Our call for action is now also available in English language: „Your Denial Makes Us Sick! Name NS crimes | Compensation for victims | Attack right wing tradition“. After intervening in Bad Reichenhall since 2010 we decided to organize a hearing with guests from Greece and Northern Germany. We’re especially looking forward to welcome the 92 years old contemporary witness Nikolaos Marinakis from Skines. On August 30th 1941 Gebirgsjäger from Bad Reichenhall executed 146 male and 2 female civilians from Skines, burning down the village afterwards. Mr. Marinakis also lost family members.

The hearing will start at 12 o’clock on Sa, May 14th at the Kurgastzentrum Bad Reichenhall. Within the next few days we’re trying to publish a short version of the call for action and some more information also in Greek language.