Rechte Traditionspflege angreifen

Bad Reichenhall, die Kurstadt in der oberbayerischen Provinz, steht wie kaum ein anderer Ort für rechte Traditionspflege und NS-Verherrlichung. Menschen, die dort leben, müssen befürchten auf dem Friedhof St. Zeno begraben zu werden – zwischen Kriegsverbrechern, wie dem Wehrmachts-General Rudolf Konrad, französischen SS-Leuten, Gedenkplatten und -kreuzen zu deren Andenken und sonstigem martialischem Allerlei. Ferner schmückt sich der Ort mit einer „Kreta-Brücke“, einem „Kreta-Denkmal“ sowie dem jährlichen „Kreta-Gedenken“. Die örtliche Kaserne rundet das Bild mit einem überdimensionalem Landserbild ab, lange lautete ihr Name auf den oben erwähnten „Schlächter von der Krim“ Rudolf Konrad.
Von der Stadt nicht mehr besonders geschätzt, aber dennoch obligatorischer Termin im Jahreskalender, ist das nazistische Gedenken an die französischen Freiwilligen der Waffen-SS. Widerstand dagegen regt sich nicht aus der Zivilgesellschaft, sondern allenfalls in halbherzigen Verwaltungsakten.

Die Befreiung des Ortes durch die Alliierten wird in Bad Reichenhall auch künstlerisch, bildlich dargestellt: In Form der Apokalypse.

Bearbeitet im Rahmen der Kampagne wurden insbesondere folgende Aspekte rechter Traditionspflege: